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Videoüberwachung - was geschieht in Baldham?
Aktuelle Entwicklung widerlegt Bedenken der Gemeinde
22.8.2006

Nachdem die Videoüberwachung zur Festnahme eines Bombenlegers beigetragen hat, will die Bahn diese intensivieren, was von Innenminister Schäuble begrüßt wurde. Der bayerische Innenstaatssekretär Georg Schmid (CSU) hat eine verstärkte Überwachung auch außerhalb von Bahnhöfen gefordert.
Demgegenüber wird bezüglich der von den Freien Wählern seit Jahren geforderten Videoüberwachung der Fahrradständer am Bahnhof Baldham von der Gemeinde nichts unternommen. Zwar geht es hier nicht um Terroristen. Aber die Münchner Polizei betont zum Beispiel, daß die Video-Überwachung am Vorplatz des Hauptbahnhofs eine abschreckende Wirkung auf potentielle Straftäter zeige, vor allem bei der Prävention von Diebstählen und Körperverletzungen. Angesichts dieser Entwicklung und der breiten Unterstützung gerade auch in der CSU (Innenminister Beckstein) klingen die Bedenken von Bürgermeister Niedergesäß bezüglich Datenschutz wenig überzeugend.
Sein zweites Argument, die Kosten, ist zwar grundsätzlich berechtigt, aber man sollte zuerst einmal die verschiedenen Möglichkeiten prüfen und die Fakten auf den Tisch legen.
Es geht hier weniger um professionelle Kriminalität - obwohl auch gut angekette Fahrräder über Tag verschwinden - als um jugendlichen Vandalismus, dessen Rückstände - leere Bier- und Schnapsflaschen, Scherben und sinnlos demolierte Räder - regelmäßig zu beobachten sind. Den Tätern, die man des öfteren herumlungern sieht, mit der Flasche in der Hand, kann man natürlich nichts beweisen. Gerade in solchen Fällen wäre eine Videoüberwachung eine wirksame Abschreckung.
Bei allem Verständnis fürs Sparen: das wäre einmal eine Investition, die einen meßbaren Nutzen bringt, nämlich die Bürger vor Sachbeschädigungen zu bewahren, die jährlich im fünfstelligen Bereich liegen dürften. Die Freien Wähler fordern den Gemeinderat auf, endlich zu handeln!