| Freie
Wähler Vaterstetten e.V. |
| Aktuelles |
| Karl-Böhm-Str.116
85598 Baldham Tel.08106/6322 e-post: fwvat@gmx.de |
|
 |
|
Startseite |
|
|
.Kapitelstart |
|
|
A-Z |
|
|
Der Kino-Deal - verzichtet die Gemeinde auf Zuschüsse?
Von unserem Vorstandsmitglied Oswald Komarnicki
11.12.2006
Laut
Vorgabe zum Bürgerentscheid sollten wir ein Kino und andere
Einrichtungen sowie die Grundstücke für ein Kinderhaus und
ein VHS-Gebäude bekommen – so war es angeblich mit dem
Bauträger vereinbart. Jetzt
stellt sich heraus, dass der Bauträger keinen Betreiber gefunden
hat und sich aus dem Vertrag verabschieden kann, wir also
kein Kino bekommen. Vermutlich ist das auch lukrativer, er wird dadurch
einen höheren Preis für die Räume erzielen.
Da waren bei der Gemeinde wohl keine Profis am Werk.
Soweit, so schlecht. Nachdem
jetzt gerade in Haar ein Kino aufgemacht hat, dürften sich die
Chancen für einen rentablen Kinobetrieb erheblich verschlechtert
haben. Umso abenteuerlicher muten da die Rettungsversuche an. Man will
das Grundstück für das VHS-Gebäude verscherbeln, um
dafür zwei Kinosäle zu kaufen. Die im gleichen Gebäude
erstellten Schulungsräume sollen nur angemietet und dafür
andere gemietete Räume aufgegeben werden.
Es ist unverständlich, warum
man auf staatliche Zuschüsse für die VHS Räume
verzichten will, um nicht geförderte Kinosäle zu erwerben.
Wenn die Gemeinde glaubt,
unbedingt ein Kino haben zu müssen, obwohl jetzt in 5 km
Entfernung eines existiert, dann sollte sie das Haarer Modell nutzen.
Das würde bedeuten, die geplanten bzw. schon gebauten
Kinoräume im Einkaufszentrum anzumieten und an einen Kinobetreiber
zu vermieten. Die jährlichen betriebswirtschaftlichen Verluste
dürften beim Kauf- bzw Mietmodell identisch sein.
Für das
geförderte VHS-Gebäude mit zusätzlichen Wohnungen
könnte eine Kooperation mit einem privaten Bauträger erfolgen.
Damit das ganze nicht in den
Geruch eines unsauberen Deals gerät, müsste das Projekt aber
öffentlich ausgeschrieben werden.
Die Ausrede, dass für das VHS-Gebäude kein Geld vorhanden sei, ist wenig glaubwürdig. In
der Zwischenzeit wurde jede Menge Geld für den Lärmschutz an
der Bahn, für ein Parkhaus und für den Ankauf eines Zipfels
Brandhoferacker ausgegeben.