Die neugegründete Bürgerinitiative
"Ein Schwimmbad für Vaterstetten" stellte am 6.August unter reger Teilnahme
von Bürgern ihre Ideen vor. Konkrete Pläne hat man noch nicht,
soll doch zunächst eine Unterschriftenaktion breite Unterstützung
sichern. Unterschriftslisten
können auf der Internetseite der Bürgerinitiative
heruntergeladen werden. Bereits
rd. 2000 Unterschriften lassen diese Hoffnung als berechtigt erscheinen.
In der Diskussion wurde aber auch klar, daß bezüglich Standort,
Kooperation mit Nachbargemeinden und vor allem Finanzierung einige Hürden
zu überwinden sind. Im Verlauf der Diskussion gab es bereits einige
originelle Anregungen, so daß man nur hoffen kann, daß dieses
Thema diesmal wirklich ernsthaft diskutiert wird. Der zuständige Ausschuß
im Gemeinderat hat am 15. Oktober beschlossen, eine Machbarkeitsstudie erstellen
zu lassen.
Die Freien Wähler begrüßen diese Initiative. Sie waren bisher
die einzige Gruppierung im Gemeinderat, die sich für ein Freibad oder
einen Badesee eingesetzt hat. Sie warnen allerdings
davor, durch überzogenes Anspruchsdenken ("Wellnesspark") die Kosten
in unnötige Höhen zu treiben und damit die Chancen für die
Machbarkeit zu reduzieren. Bereits Ende der 80er Jahre war eine mit 1,5 Mio.
DM relativ günstige Initiative der "Freien" an zu hohen Ansprüchen
der Gemeinderatsmehrheit gescheitert. Eine bescheidenere Lösung könnte
zudem den damit verbundenen Verkehrszuwachs in Grenzen halten.
Ein Schwimmbad ist - im Gegensatz zu einem Golfplatz - nur ein kleiner "Luxus",
dient der Gesundheit und steigert die Attraktivität Vaterstettens als
familienfreundliche Gemeinde, eine der Voraussetzungen zur Verhinderung der
befürchteten Überalterung. Unsere Kinder auf zu Fuß oder
mit dem Fahrrad nicht erreichbare Bäder zu verweisen, dient weder der
allseits gewünschten Verkehrsberuhigung noch der Umwelt. Viele wesentlich
kleinere Gemeinden sind uns in dieser Beziehung weit voraus. Bezüglich
der Finanzierung sollte man allerdings auch unkonventionelle Alternativen
prüfen, wie z.B. einen Förderverein mit finanzieller Beteiligung
der Bürger, wie es in anderen Ländern nicht unüblich ist.
Für die Geothermie bestünde zudem die Chance, schneller die notwendige
Grundauslastung zu erreichen.
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