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Mitgliederversammlung
2007 - Gemeinsamer Wahlvorschlag mit Bürgerinitiative
Freie
Wähler beschließen einstimmig Konzept für die Kommunalwahl
2008
24.10.2007
Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 24. Oktober 2007 in der Gaststätte Poseidon beschlossen die Freien Wähler einstimmig das vom Vorstand vorgelegte Konzept für die Gemeinderatswahl 2008. Es sieht einen gemeinsamen Wahlvorschlag mit der Bürgerinitiative "Zukunft besser planen" vor, die vor Jahren maßgeblich zur Verhinderung der "Initiative Zukunft planen" von Bürgermeister Niedergesäß beigetragen hatte.
In seinem Jahresbericht
betonte der 1. Vorsitzende Herbert Uhl, daß damit sein vor einem Jahr
gesetztes Ziel erreicht sei, die in der Zukunftswerkstatt
engagierten Bürger langfristig für die kommunalpolitische Arbeit
zu gewinnen, die begonnene Diskussion fortzuführen und ihr Wissen und
ihre Erfahrungen zum Wohle der Gemeinde einzusetzen.
Mit der Bürgerinitiative bekommen die
Freien Wähler viele engagierte Mitstreiter, die bewiesen haben, daß
sie erfolgreich Überzeugungsarbeit leisten können. Damit sie ihren
Erfolg beim Bürgerbegehren als Neulinge auf dem kommunalpolitischen
Parkett im Wahlkampf wirksam umsetzen können, erhalten sie im modifizierten
Reißverschlußverfahren mit den Listenplätzen 1, 3, 6, 8 usw.
eine chancenreiche Ausgangsposition. Für die Freien Wähler werden
voraussichtlich Herbert Uhl und die beiden amtierenden Gemeinderäte Georg
Reitsberger und Stefan Schmidt auf den Plätzen 2, 4 und 5 ins Rennen
gehen. Uhl betonte, daß eine endgültige Entscheidung über
die Kandidatenliste laut Wahlordnung erst auf einer gemeinsamen Aufstellungsversammlung
fallen kann, die für Mitte November vorgesehen ist. Dabei gehe es weniger
um individuelle Ambitionen als um den künftigen Stil der politischen
Auseinandersetzung: mehr Offenheit und Transparenz im Sinne des Mottos "Gemeinsam die Zukunft gestalten".
Im Rückblick auf die Zukunftswerkstatt
stellte Uhl mit Genugtuung fest, daß seine vor einem Jahr aufgestellte
These, "daß Einwohnerwachstum nicht unbedingt
zu einem soliden Haushalt führt", eines der wenigen Ergebnisse mit
breitem Konsens sei, das nun zusammen mit der Forderung nach einem zügigen
Schuldenabbau zum Kernthema des bevorstehenden Wahlkampfes werden müsse.
Im weiteren Verlauf seines Berichts verwies
er auf die Kritik des kommunalen Prüfungsverbandes an der Ausgabe von
1,5 Millionen Euro für die Erhöhung der Lärmschutzwand. Zu
kritisieren seien aber auch die von ursprünglich einer halben Million
auf 1,2 Millionen Euro gestiegenen Kosten des neuen Wertstoffhofs, die eine
von den Prüfern angemahnte Senkung der Abfallgebühren unmöglich
mache. Enttäuscht zeigte er sich von der Tatsache, daß es gegen
das geplante Wohngebiet an der Nordosttangente
nicht mehr Widerstand gebe, obwohl es im Widerspruch zu allen Szenarien der
Zukunftswerkstatt, den geplanten Gewerbeansiedlungen und auch der Entlastungsfunktion
der Nordosttangente stehe.
Als positive Ereignisse des letzten Jahres hob er die auf Antrag der Freien Wähler erfolgte Renovierung der Fahrradständer am Bahnhof Baldham und die Initiative für ein neues Schwimmbad hervor.