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Prüfbericht des kommunalen Prüfungsverbands - was sind die Konsequenzen?
Freie Wähler warnen vor Dramatisierung
30.10.2007

Die Feststellungen des kommunalen Prüfungsverbandes sollten nicht dramatisiert werden. Für einen Kenner des Prüfungswesens ist der Umfang im Hinblick auf einen 5-Jahres-Zeitraum keine Überraschung. Ein Teil der aufgedeckten Mängel ist bereits beseitigt, andere waren einmalige Arbeitsfehler mit meist geringen Werten. Die Argumente der Verwaltung machen zudem deutlich, daß guter Service und hohe Ansprüche eben Geld kosten.
Der Zusammenhang von Kosten und Nutzen sollte daher bei künftigen Entscheidungen kritischer betrachtet werden. Dazu nur zwei Beispiele:
Der Anstieg der Personalkosten um rd. 27% bei Tariferhöhungen von nur rd. 9% ist vor allem auf Stellenmehrungen und Beförderungen zurückzuführen. Das sind viele Einzelschritte, von denen jeder durchaus plausibel sein mag. Keiner wagt einen Einwand, würde er doch als kleinlich oder herzlos gebrandmarkt.
So ist es auch mit der Kritik der Prüfer an der Ausgabe von 1'5 Millionen für die Erhöhung der Lärmschutzwand. Die Gemeinde begründet dies mit einer deutlichen Lärmminderung, bestreitet aber gleichzeitig die Möglichkeit, die Kosten auf die Anlieger umzulegen, weil die dafür erforderlichen 3dB überwiegend nicht erreicht wurden - war die Wirkung also doch nicht so großartig? Auch hier wurden die Gemeinderäte - wie so oft - vor vollendete Tatsachen gestellt. Diese werden häufig im Vorfeld oder auf nichtöffentlichen Sitzungen geschaffen, so daß sich im Gemeinderat nur noch Schaufensterdiskussionen abspielen.
Wir brauchen deshalb mehr Sachlichkeit, Transparenz und Verantwortungsbewußtsein im Gemeinderat.