Ich möchte klarstellen, dass ich
voll hinter dem von der Rot-Grünen Bundesregierung 2002 beschlossenen
Atomausstieg stehe. Die Novellierung des Atomgesetzes erfolgte im Einvernehmen
mit den vier großen Energiekonzernen. Wie wichtig der Ausstieg aus
der Kernenergie ist, beweisen unter anderem die jüngsten Vorfälle
in Krümmel. Strom aus Atomkraftwerken ist insbesondere auf Grund der
radioaktiven Abfälle keinesfalls ökologisch. Wenn man die Kosten
für den Rückbau der Kernkraftwerke und für die Endlagerung
einberechnet, ist Atomstrom mit Abstand am teuersten. Die Zeche müssen
die nachfolgenden Generationen bezahlen.
Die Erzeugungskosten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen sind
stark rückläufig. Windenergie ist bereits konkurrenzfähig,
Fotovoltaik wird es in wenigen Jahren sein. Das regenerative Potenzial reicht
aus um unseren Strombedarf zu decken. Einer zügigen Umstellung der Energieversorgung
steht prinzipiell nichts mehr im Wege.
Ich möchte mich keinesfalls vor den Karren der Atomkraftbefürworter
spannen lassen. Ich bin auf alle Fälle dafür, dass die Gemeinde
Ökostrom bezieht. Ich habe mich im Gemeinderat lediglich dagegen ausgesprochen,
die Ausschreibungskriterien so lasch zu formulieren, dass irgend ein Pseudoangebot
zum Zuge kommt, das durch den Aufpreis nur die Gewinne eines Großkonzerns
steigert, aber nicht den geringsten Nutzen für die Umwelt liefert, weil
keine einzige Kilowattstunde Ökostrom mehr ins Netz eingespeist wird. |