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| Ihrer Einladung zum Volksfestbesuch
werden wir nicht nachkommen. Wir vertreten die Auffassung, daß ein
solches Privileg überflüssig ist und der angespannten Finanzlage
der Gemeinde Vaterstetten nicht entspricht. Wir beantragen vielmehr erneut - wie schon in den Vorjahren - die uns zugedachten Gutscheine ( vermutlich zwei Bier- und zwei Hendl-Marken ) Bewohnern der örtlichen Obdachlosen-Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Diese unsere Privilegien-Kritik richtet sich zum einen gegen die uns nicht gerechtfertigt erscheinenden Vergünstigungen für die - ehrenamtlichen - Gemeinderats-Mitglieder, aber insbesondere auch dagegen, daß auch noch deren Ehegatten bzw. Lebenspartner/innen auf Kosten der Gemeinde bedacht werden sollen. Völlig unverständlich ist für uns aber, daß sogar die Partner/Innen der Gemeindebediensteten eingeladen sind. Eine solche Großzügigkeit ist sogar in der Privatwirtschaft aus früheren Wohlstandszeiten nicht bekannt ! Auch für das Gemeindepersonal selbst ist diese jahrzehntelange Regelung durchaus überdenkenswert. Dabei ist in die Überlegungen mit einzubeziehen, daß für diesen Personenkreis noch ein Betriebsausflug ausgerichtet wird und schließlich am Jahresende zum Weihnachtsessen eingeladen wird. Das alles sind außertarifliche Leistungen, von denen die Landes- und Bundesbediensteten nur träumen können; diese sind bereits seit Jahrzehnten abgeschafft. Ohnedies ist das Gemeindepersonal fast durchweg sehr gut eingestuft und erhält außerdem eine um 40% höhere Ballungsraumzulage als in allen anderen Gemeinden in Oberbayern. Sie hat unsere Gemeinde in den vergangenen 20 Jahren rund 600.000,- € zusätzlich gekostet. Vertretbar ist hingegen die Bewirtung der Festzug-Teilnehmer am Eröffnungstag. Übrigens habe ich den jetzigen Festwirt vor etwa 12 Jahren vermitteln können, da die damalige Gemeindeverwaltung niemanden finden konnte. Die von mir oben kritisierten Erweiterungen bringen natürlich für sich genommen den gemeindlichen Haushalt allein noch nicht "ins Schleudern". Vernünftiges Sparen beginnt jedoch schon mit kleineren Beträgen und setzt sich bei größeren Vorhaben fort. |