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Verkehrsschau - Wenig Verbesserungen, Schildbürgerstreich übersehen
Schwalbenstraße Baldham: Verkehr wird in "verkehrsberuhigte" Zone gedrängt

12.10.2009

Die "Verkehrschau" hat gerade mal ein erfreuliches Ergebnis gebracht, die Entfernung des Geländers am Südende der Baldhamer Bahnunterführung. Der dadurch erzeugte Engpass war hier die größte Gefahrenquelle. Man müßte höchstens noch einigen Jugendlichen beibringen, daß man eine unübersichtliche Kurve nicht schneidet (Bodenmarkierung?), und das in vollem Karacho. Ansonsten überwiegen verkehrsbehindernde Maßnahmen wie Rechts-vor-links nun auch in der Johann-Sebastian-Bach-Straße.

Einer der größten Mißstände wurde allerdings völlig übersehen: Wer den provisorischen Parkplatz nördlich der Finkenstraße verlassen will, darf nicht die 5 Meter in diese einbiegen, sondern wird durch ein Einbahnstraßenschild in die verkehrsberuhigte Schwalbenstraße gelotst. Nach einem Umweg von einem halben Kilometer durch diesen zurecht verkehrsberuhigten Bereich (Schulweg, Kindergarten, Spielplatz) und die meistbefahrensten Straßenabschnitte des Ortes landet er wieder am Ausgangpunkt. Fehlt nur noch, daß die kommunale Verkehrsüberwachung hinter der Hecke lauert, denn ernst nimmt das wohl niemand.
Im Rathaus wird das damit begründet, daß andernfalls die Ausfahrt auf die Karl-Böhm-Straße überlastet würde, was zu Verspätungen der Busse führen würde. Vieviel Zeit und Sprit die Autofahrer vergeuden, interessiert offensichtlich nicht? Wie überlastet wird die Ausfahrt erst sein, wenn VHS, Kino und ein weiterer Wohnblock stehen? Aber auch bei einem Provisorium sollte man den gesunden Menschenverstand nicht ausklammern.
Doch die Schizophrenie hat Methode: Auch das Parkhaus am Vaterstettener Bahnhof soll künftig nur noch über einen verkehrsberuhigten Bereich erreichbar sein. Damit hat Vaterstetten Schilda endgültig in den Schatten gestellt.