Bauen zur Profitmaximierung - Letzter
Gestaltungsspielraum verbaut Schwalbenstraße Vaterstetten: Überflüssiger
Kreisel soll bleiben 14.10.2009
Bei dem geplanten Neubaugebiet an der
Vaterstettener Schwalben-/Fasanenstraße geht es der Gemeinde offensichtlich
nur darum, die Finanzierung des neuen Kindergartens zu sichern. Dafür
macht man viele Zugeständnisse. BI-Gemeinderat Bienheim, ein Fachmann
auf diesem Gebiet, bezeichnete den Plan als "siedlungspolitisch nicht sinnvoll".
In den Szenarien der Zukunftswerkstatt
war dieses Grundstück eine der wenigen disponiblen Flächen im Innenbereich.
Damit wird einer der letzten Gestaltungsspielräume verbaut, das groß
angekündigte "Gemeindeentwicklungsprogramm" tatsächlich zum "Feigenblatt",
um der Zukunftswerkstatt ein ehrenvolles Begräbnis zuteil werden zu
lassen.
Aber
auch im Detail hapert es. Die Frage bezüglich des Kreisels in der Schwalbenstraße
sollte man keinesfalls als erledigt betrachten. Es sei denn, man sieht wie
Herr Wüst in einem Kreisel nicht dessen ursprünglichen Zweck, den
Verkehrsfluß beim Zusammentreffen mehrerer gleich stark befahrener
Straßen zu verbessern, sondern ihn zu beeinträchtigen. Diese Kategorie
der Barrikadenbauer ist in Vaterstetten anscheinend eher bei der CSU als
bei den Grünen angesiedelt.
Dabei bekäme der Kreisel mit dem Neubaugebiet endlich einen Sinn, wenn
man es von ihm aus erschließen würde. Die Erschließungsstraße
ist aber 50 Meter weiter Richtung Westen vorgesehen - Stop-and-go auf der
ganzen Linie dank Rechts-vor-Links. Diese Formel halten die CSU-Gemeinderäte
wahrscheinlich für einen Slogan zum Erhalt ihrer Vormachtstellung.