|
|
Gemeindeverwaltung
oder Dienstleistungsbetrieb - was können wir erwarten?
Rathaus
- Internet - Baubehörde
- Bauhof - Winterdienst
- Kfz-Zulassung - Postämter
- Polizei - Wasserversorgung
| Über
den bürgernahen und unbürokratischen Service in unserem Rathaus
wird sich wohl kaum jemand beklagen. Trotzdem wäre es vorstellbar,
den Bürgern mit den Öffnungszeiten oder mit Außenstellen
in den Ortschaften noch mehr entgegenzukommen. Dazu ein Beispiel: In München
liegen Bauplanungen täglich von 6:30 bis 20 Uhr zur Einsicht auf!
Im Rahmen flexibler Arbeitszeiten wäre das möglicherweise sogar
für manche(n) Rathaus-Angestellte(n) attraktiv. Daß hier unter
Berücksichtigung der personellen Möglichkeiten und auch der Kosten
nicht alles möglich ist, dürfte aber jeder verstehen.
In diesem Zusammenhang wird die Internet-Seite der Gemeinde in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Man sollte aber nicht nur auf professionelle Gestaltung, sondern vor allem auf Aktualität achten und die ständig zunehmenden Möglichkeiten für Interaktivität - gerade auch im Interesse der Pendler und der Bürger in den nördlichen Ortschaften - konsequent nutzen. Statt gleich eine neue Planstelle zu schaffen, könnte man aber auch sporadisch Einzelarbeiten an eine der vielen hier ansässigen Softwarefirmen vergeben oder z.B. die Computerfreaks des Gymnasiums zur Mithilfe gewinnen. Schön wäre es auch, wenn man sich dort z.B. auch die "eingescannten Bebauungspläne" ansehen könnte. Die Freien sind auch auf diesem Gebiet kompetent - bereits vor vier Jahren waren sie als erste politische Gruppierung Vaterstettens im Internet präsent. Dagegen ist das von Bürgermeister Niedergesäß versprochene "virtuelle Rathaus" nichts besonders originelles, sondern Bestandteil des von der Bayerischen Staatsregierung propagierten "Virtuellen Marktplatz Bayern", der allerdings wenig erfolgreich dahindümpelt und deswegen wohl bald eingestellt wird. Seine vor der Wahl aus dem Boden gestampfte Homepage ist nach der Wahl still entschlafen. Von der Übernahme der unteren Baubehörde (sog. "Große Delegation") vom Landratsamt verspricht sich die Gemeinde mehr Bürgernähe und eine schnellere Bearbeitung von Bauanträgen. Als Steuerzahler fragt man sich allerdings, ob dem damit verbundenen Personalaufbau in Vaterstetten auch entsprechende Einsparungen im Landratsamt gegenüberstehen. Ferner sollte man ein Auge darauf haben, ob die gemeindliche Baubehörde auch wie versprochen kostendeckend arbeitet, und das ohne Gebührenerhöhungen! Seit längerem gibt es Überlegungen zur Privatisierung des Bauhofs. Auf Basis eines von der Gemeindein Auftrag gegebenes Gutachtens "Erfolgssicherung Bauhof" hat eine Arbeitsgruppe aus Bauhof- und Verwaltungsmitarbeitern ein Konzept entwickelt, das eine stärker betriebswirtschaftliche Ausrichtung mit Kostenstellen, Zurechnung der Kosten an die Verursacher und darauf basierende Marktvergleiche mit anderen Gemeinden und der Privatwirtschaft vorsieht. Bis heute ist allerdings nicht viel geschehen. Es wird Zeit, daß diese Ideen zügig umgsetzt werden. Viele Dienstleistungen der Gemeinde werden als selbstverständlich gesehen, ohne daß einem bewußt wird, was es kostet. Sicher ließe sich einiges wegrationalisieren, aber dann begänne an allen Ecken und Enden das Wehklagen. Trotzdem sollte man natürlich laufend kritisch überprüfen, was wirklich notwendig ist oder was uns das Geld wert ist - eine interessante Aufgabe für den Rechnungsprüfer. Insbesondere der Winterdienst ist eine Einrichtung, von der alle profitieren und die nach Meinung der großen Mehrheit ihr Geld wert ist. Er wird neuerdings durch staatliche Vorgaben in Frage gestellt. Die Räumpflicht und Streupflicht nur denen aufzubürden, die schon am meisten durch den Verkehr an ihrer Grundstücksgrenze leiden, wäre aber nicht fair. Außerdem würde es wohl kaum besser klappen als der Heckenschnitt, und wer watet am frühen Morgen schon gerne durch Tiefschnee? Wo man notwendige und nützliche Dienstleistungen bekommt, sollte auch das Sparen eine Grenze haben. So hat die Mehrheit letztlich der Erhöhung der Grundsteuer zur Finanzierung des Winterdienstes zugestimmt. Die
Idee von Ex-Bürgermeister Dingler, die Kfz-Zulassungsstelle
des Landkreises München im Technopark Neukeferloh mit zu nutzen,
ist begrüßenswert. Vielleicht hätte man schon früher
auf Kooperation statt auf Konfrontation setzen sollen, um
z.B. ein gemeinsames Bürgerhaus an diesem Standort zu errichten?
Die Erhaltung der beiden Postämter lag allen Gemeinderäten am Herzen; trotz aller Bemühungen hat sich allerdings die Schließung der Post in Vaterstetten nicht verhindern lassen. Dagegen gelang dies 2006 - auch dank einer Initiative von FW-Gemeinderat Stefan Schmidt und seinem Freund Walter Rädler - bei der Post in Baldham. Die
Polizei
soll ihr Domizil neben dem Rathaus auch nach dem Wegzug der Feuerwehr in
das neue Rettungszentrum behalten, bald in einer besseren räumlichen
Ausstattung. Es sollte weiter ein Bestreben der Gemeinde bleiben, eine
Besetzung rund um die Uhr und eine personelle Ausstattung zu erreichen,
die dem Sicherheitsbedürfnis in unserer stark gewachsenen Gemeinde
entspricht.
Die Wasserversorgung erfolgt bekanntlich zweigeteilt durch den Zweckverband “Zornedinger Gruppe” bzw. den “Wasserbeschaffungsverband Baldham”. Vor allem letzterer gehört zu den preiswertesten Anbietern im Lande, auch wenn seine Preise, vor allem aufgrund gesetzlicher Auflagen, in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Auch das übrigens kein Verdienst der Gemeinde, sondern das Ergebnis einer effizienten Selbstverwaltung und dem persönlichen Engagement verschiedener Bürger, bis zurück zum Großvater unseres Gemeinderats Peter Danner, der zu den weitsichtigen Gründern zählte. Wir sehen es als eine wichtige Aufgabe der Gemeinde, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die uns auch in Zukunft eine preiswerte Wasserversorgung bei hervorrragender Trinkwasser-Qualität garantieren. |