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Nachhaltige Siedlungsentwicklung: Idylle oder pralles Leben?
So lautet eine Werbeschlagzeile
für "Wohnen in der Region" Sie drückt sehr treffend aus, worum
es bei uns geht. Daß es Alternativen gibt, die sich in bestimmtem
Umfang ausschließen, und daß für beide Alternativen Nachfrage
besteht.
Die Frage ist: Welche
Nachfrage soll unsere Gemeinde befriedigen?
Ein interessanter
Ansatz dazu ist eine aus Kreisen der Agenda 21 kommende Analyse
der Siedlungsentwicklung. Sie versteht sich als Diskussionsgrundlage und
zeigt die positiven und negativen Aspekte der beiden grundsätzlichen
Entwicklungsrichtungen auf:
1. Die Gemeinde
als Wohnsiedlung innerhalb des Großraums München oder
2. Die autarke
Gemeinde, die Wohnen, Arbeiten und Erholen abdeckt.
Sie würde sich
als Basis für die weitere Diskussion hervorragend eignen.
Insbesondere die SPD macht sich für die 2. Variante stark, und zieht preiswerte Mietwohnungen den Einfamilienhäusern mit Garten vor. Ihre Vorstellungen einer autarken Gemeinde gehen in die gleiche Richtung wie die ihrer Parteigenossin Regine Hildebrand, die für die "soziale Durchmischung der Wohngebiete" als Voraussetzung für eine Chancengleichheit plädiert, die noch stark vom alten DDR-Gleichheitsideal geprägt ist. Aber auch die CSU plädiert für eine verstärkte Gewerbeansiedlung.
Die Freien Wähler
befürworten demgegenüber die erste Variante, wobei es natürlich
aus rechtlichen Gründen und der Entwicklung des Umfelds nicht ohne
Kompromisse abgehen kann. Auch die Schaffung von attraktiven Einkaufs-
und Freizeitmöglichkeiten sowie eine Gewerbeansiedlung
- allerdings an den richtigen Stellen - muß dem nicht entgegenstehen.
Aus dieser Sicht
sind auch einige Prämissen im Nachhaltigkeitsbericht in Frage zu stellen.
Unsere Kritik an den Entwicklungszielen des Nachhaltigkeitsberichts der
Gemeinde