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Nachhaltige
Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung: Unser Vorschlag
| Vaterstetten
muß nicht unbedingt das ganze Spektrum an Wohnformen anbieten, die
der Ballungsraum ohnehin bietet. Es sollte sein Image erhalten, das die
Menschen hierhergebracht hat, und von dem auch der Wert der Bausubstanz
abhängt.
Bauträger werben
in Neukeferloh mit Argumenten wie "Wohnen zwischen
Wald und Villengärten ... wunderbare Naturlandschaft, mit den
Wäldern, den Wiesen und - nicht weit - auch den Badeseen
... alles, was nur irgendwie das Ambiente eines gehobenen Wohnstandortes
stören könnte, wurde an die Peripherie verbannt." Die Bauträger
und Immobilienmakler wissen offensichtlich, im Gegensatz zu unseren Politikern,
was die Menschen erwarten. Was sie verschweigen: daß sie mit ihrer
Vermarktung genau das zerstören, was sie als Werbeargument verwenden.
Aber auch die Forderungen nach einer Einheit von Arbeit-Wohnen-Freizeit sind zu überdenken. Aus dem Nachhaltigkeitsbericht geht hervor, daß 85% der in Vaterstetten wohnenden Arbeitnehmer außerhalb des Ortes arbeiten. Umgekehrt kamen 75% der in Vaterstetten beschäftigten Arbeitnehmer aus anderen Orten. Deren Zahl hat sich seit 1992 verzehnfacht. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze nutzt also nicht den Einwohnern, sie zieht entweder Einpendler an oder veranlaßt diese, sich in der Gemeinde anzusiedeln. Sie erzeugt damit zusätzlichen Verkehr oder Siedlungsdruck, also genau die beiden Entwicklungen, die wir vermeiden wollen. |