Ohne eine solide Haushaltspolitik verlieren alle anderen Überlegungen ihre Umsetzungsgrundlage. Deshalb treten wir für eine Ausrichtung der Finanzpolitik auf Nachhaltigkeit ein. In Zeiten guter Konjunktur sollten die kommunalen Rücklagen ausgebaut werden, um in Zeiten klammer Kassen einen finanziellen Spielraum für unbedingt erforderliche Maßnahmen zu haben. Kurzfristig verfügbar werdende Mittel - zum Beispiel aus dem Verkauf "Vaterstetten West" müssen eine nachhaltige Verwendung finden.

Wir wissen heute noch nicht, welche Mehreinnahmen uns das neue Gewerbegebiet in Parsdorf bringen wird. Deshalb und auch aus grundsätzlichen Überlegungen, müssen wir die über die Pflichten der Gemeinde hinausgehenden freiwilligen Ausgaben immer wieder auf den Prüfstand stellen. Dabei geht es nicht um die grundsätzliche Ablehnung dieser Ausgaben. Es gilt aber kontinuierlich auszuloten, was sinnvoll ist oder was nur zur Gewohnheit, ohne wirkliche Begründung, geworden ist.

Um in der Finanzpolitik eine höhere Transparenz zu haben, soll die betriebs­wirtschaftliche Haushaltsrechnung eingeführt werden, die der frühere Bürgermeister bereits im Wahlkampf 2002 versprochen, aber nie umsetzt hat.