23.07.2018
Ausbau der Staatsstraße 2081

An Stelle des geplanten Ausbaus der Staatsstraße 2081 zwischen Zorneding und Anzing fordern die Freien Wähler Vaterstetten eine Fortführung der Flughafen-Tangente-Ost (FTO) von der A94 bei Markt Schwaben bis zur B304 bei Zorneding.

Gemäß einer Bekanntgabe im Gemeinderat Vaterstetten haben Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, Vertreter des Bauamts Rosenheim und der Landtagsabgeordnete Thomas Huber einen Ausbau der Staatsstraße 2081 zwischen Wolfesing und Anzing durchgesprochen.

Die erwähnten Varianten scheinen allerdings nicht zu Ende gedacht. Der erforderliche Grunderwerb dürfte nicht nur schwierig, sondern auch teuer werden. Die bestehenden Probleme mit dem Durchgangsverkehr in Wolfesing, Purfing, Frotzhofen und Anzing würden damit trotzdem nicht gelöst. Dies wäre also für alle beteiligten Gemeinden und den Landkreis vermutlich die letzte Gelegenheit, über eine Weiterführung der sog. Flughafen-Tangente-Ost (FTO) von der A94 bis nach Zorneding ernsthaft nachzudenken.

Eine wie immer geartete Umfahrung von Weißenfeld und Parsdorf wird Wolfesing eher noch mehr belasten. Die bestehenden Probleme am Autobahnanschluss Feldkirchen-Ost würden damit ebensowenig gelöst wie die zu erwartende Mehrbelastung des Autobahnanschlusses Parsdorf, die bereits jetzt sowohl von Vaterstetten als auch Poing beklagt wird, wobei man dem jeweils anderen die Schuld in die Schuhe schiebt.

Ein Ausbau der FTO würde diese Probleme mindern, Wolfesing, Purfing und Anzing vom Durchgangsverkehr befreien und auch die ohnehin schon überforderte B304 entlasten. Viel mehr Fliegen kann man mit einer Klappe gar nicht schlagen. Eine geradlinige Umgehungsmöglichkeit zu ignorieren, während man an anderer Stelle für Ortsumfahrungen abenteuerliche Slalomkurse realisiert, käme einem Schildbürgerstreich gleich.

Insbesondere die Bürgermeister, die bereits an einem gemeinsamen Verkehrskonzept für den Münchner Osten arbeiten, sollten dies in ihre Überlegungen einbeziehen.